Ein Vermögen aufbauen - Nur wann damit anfangen

Ein Vermögen aufbauen – Nur wann damit anfangen?

Ab wann und mit welchem Betrag lohnt es sich eigentlich, ein Vermögen aufzubauen? Diese Frage stellen sich viele Menschen und finden keine Antwort. Wir zeigen Ihnen einige Investitionsmöglichkeiten, mit denen Sie schon heute anfangen können mit dem Vermögensaufbau.

Besser spät mit dem Geld anlegen anfangen als nie

Beim Thema Geldanlage haben viele Menschen eine Blockade, wirklich mit dem Investieren anzufangen. Einige denken oft über das Thema nach, gehen aber nie den nächsten Schritt. Egal ob Neuling oder Anleger mit solidem Theoriewissen, sie alle eint das Problem, dass sie nie mit dem Aufbau des eigenen Vermögens anfangen. Häufig steht dabei die Frage im Mittelpunkt, ab wann und ob sich Geldanlage auch mit kleineren Geldbeträgen lohnt.

„Muss man zum Investieren nicht reich sein?“, ist eine Frage, die sich viele Menschen stellen. An diesem Punkt wünscht man sich oft, jemand würde einem einen wegweisenden Rat geben.

Wie viel Geld brauche ich zum Vermögensaufbau?

Um ein Vermögen aufbauen zu können, braucht es entgegen der landläufigen Meinung nicht Tausende oder gar mehrere Millionen Euro. Ganz im Gegenteil: besonders am Anfang macht es Sinn, klein anzufangen. So kann man Fehler begehen ohne gleich die eigenen Ersparnisse auf den Kopf zu hauen. Es ist besser, mit einer kleinen Summe zu beginnen, wie zum Beispiel 25 Euro im Monat. Auf diese Weise können Sie Erfahrungen sammeln und immer besser werden.

Langfristiger Vermögensaufbau zahlt sich aus

Viel wichtiger, als viel Geld auf einmal in den Aufbau des eigenen Vermögens zu stecken, ist es, langfristig dabei zu bleiben. Deshalb ist es auch gar kein Problem, mit einem kleinen monatlichen Betrag anzufangen. Anders als oft gedacht, lohnt sich ein Einstieg in die Geldanlage auch schon mit kleinen Beträgen, vor allem, wenn man früh anfängt. Langfristig profitieren Sie nämlich vom Zinseszinseffekt bzw. der Reinvestition der Kapitalerträge. Sie sorgen dafür, dass über die Jahre Ihr Vermögen immer schneller wächst. So entfalten kleine Geldbeträge mit der Zeit große Wirkung.

Welche Geldanlagen eignen sich, um ein Vermögen aufzubauen?

Die größte Hürde ist die Mindestinvestition. Ein Fonds, in den man mindestens 10.000 Euro einzahlen muss, macht in unserem Fall natürlich keinen Sinn. Deshalb müssen wir Anlageklassen wählen, die schon ab kleinen Geldbeträgen Zugang bieten.

Eine weitere Bedingung ist ein gewisses Maß an Diversifikation. Die Geldanlage sollte also die Möglichkeit bieten, auch schon mit 25 Euro oder 50 Euro diversifiziert zu investieren, also den Geldbetrag über mehrere Anlagemöglichkeiten zu streuen. Es macht nicht unbedingt Sinn, jeden Monat Ihr gesamtes Geld in ein Einzelaktie oder eine einzelne Immobilie zu investieren.

Geldanlagen für den schmalen Geldbeutel

Mittlerweile gibt es zahlreiche Angebote und Produkte, die für Anleger mit kleineren zur Verfügung stehenden Beträgen zu haben sind. Natürlich müssen Sie sich bewusst machen, dass Sie bei geringen Geldbeträgen Abstriche bei der Diversifikation machen müssen, da Sie mit wenig Geld meist nur in eine einzelne Anlageklasse bzw. ein Produkt investieren können.

Deshalb sollten Sie sich auf Anlageklassen konzentrieren, die einfachen Zugang aber gleichzeitig ein Mindestmaß an Risikostreuung bieten. Natürlich darf auch die Rendite nicht vergessen werden. Mehr als die Inflation sollten die gewählten Geldanlagen schon abwerfen.

Private Rentenversicherung

Eine private Rentenversicherung ist eine sichere und langfristige Möglichkeit zur Geldanlage. Wie der Name schon sagt, ist dies eine Form der Altersvorsorge. Mit einer privaten Rentenversicherung haben Sie die Möglichkeit, Ihre zukünftige Rente effektiv aufzustocken. Bei der privaten Rentenversicherung wird Kapital angesammelt, verzinst und am Ende der Laufzeit (zum Renteneintritt) als Kapitalabfindung oder lebenslange Rente ausgezahlt.

Private Rentenversicherungen sind oft schon ab 50 Euro oder 100 Euro im Monat verfügbar. Zwar sind die Zinsen hier meist nicht sehr hoch, allerdings handelt es ich um eine Geldanlage (fast) ohne Risiko. Es ist quasi unmöglich, seine Ansprüche aus der privaten Rentenversicherung zu verlieren. Hoch sind leider häufig auch die Kosten für den Abschluss und die Verwaltung der Versicherung.

Zusätzlich bietet die private Rentenversicherung aber auch steuerliche Vorteile, da die Renten, anders als andere Leistungen aus Kapitalformen, nur mit dem niedrigen Ertragsteil versteuert werden müssen. Nutzen Sie die private Rentenversicherung für die langfristige Altersvorsorge.

ETF-Sparpläne bzw. Wertpapiersparpläne

ETFs sind passiv gemanagte Indexfonds. Das bedeutet, sie werden durch ein dahinter liegendes Computerprogramm mit vordefiniertem Anlage-Algorithmus gesteuert. ETFs bilden zum Beispiel die Wertentwicklung verschiedener Börsen-Indizes wie die des DAX 30 oder des Dow Jones ab. Mit ETFs haben Sie die Möglichkeit, zu geringen Gebühren und mit niedrigen Beträgen diversifiziert zu investieren.

Da ein ETF ein Investmentfonds ist, investieren Sie nicht nur in eine Aktie, sondern in eine Komposition aus vielen verschiedenen Aktien. So sind Sie nicht von einzelnen Aktienkursen abhängig und vermindern Ihr Risiko.

Über einen sogenannten „ETF-Sparplan“, können Sie monatlich einen kleinen Betrag in diese Fonds investieren. Üblicherweise liegen die monatlichen Mindestbeträge für ETF-Sparpläne bei 25 Euro bis 50 Euro im Monat. Sie sind also sehr gut für den Kleinanleger geeignet und bieten große Diversifikation zum kleinen Preis..

Ein Vorteil gegenüber der privaten Rentenversicherung ist, dass ETFs wesentlich flexibler sind. Hier gibt es keine bindende Vertragslaufzeit, so dass Sie jederzeit ein- und aussteigen können. Sie sind allerdings auch den Marktrisiken aus Börsenauf- und -abschwüngen ausgesetzt.

Nutzen Sie ETF-Sparpläne als Ergänzung zur Rentenversicherung, zum Beispiel für Ihre mittelfristigen Ziele wie den Bau eines Eigenheims in zehn Jahren. Mit durchschnittlich 6 Prozent Wertzuwachs im Jahr bietet der Aktienmarkt außerdem eine attraktive Rendite, um langfristig ein Vermögen aufbauen zu können.

Rohstoffe als spekulative Möglichkeit der Geldanlage

Die Investition in Rohstoffe ist ein sehr spekulatives Geschäft. Auch hier gibt es die Möglichkeit, über Aktien, Investmentfonds und ETFs in Sparplänen zu investieren.

Generell werden Rohstoffe immer benötigt, der Rohstoffmarkt selbst ist allerdings so intransparent wie kaum ein anderer. Sehr große Minen- oder Förderunternehmen beherrschen den Markt, die Geopolitik spielt eine große Rolle und staatliche Bau- und Investitionsprogramme können enorme Auswirkungen auf den Markt haben.

Mit Rohstoffen können Sie fast märchenhafte Gewinne einfahren, aber auch genauso albtraumhafte Verluste erleiden. Für den Vermögensaufbau sollten Sie Rohstoffinvestments nur mit Bedacht wählen und nur überschaubare Beträge anlegen.

Immobilien als Geldanlage

Eine echte Immobilie ist für die Anleger mit schmalem Geldbeutel oft nicht realistisch  finanzierbar. Außerdem würde hier ein hohes Klumpenrisiko entstehen, wenn Sie jeden Monat Ihr gesamtes Geld in eine einzelne Immobilie investieren.

Seit Jahren beliebt mit halbwegs solider Verzinsung sind offene Immobilienfonds. Noch relativ neu am Markt ist das beliebter werdende Immobilien-Crowdinvesting. Beim Immobilien-Crowdinvesting haben Sie die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Laufzeit über Nachrangdarlehen an Immobilienprojekten zu beteiligen. Die übliche Mindestinvestition liegt bei dieser Anlageklasse bei 100 Euro pro Transaktion.

Immobilien-Crowdinvesting ist eine einfache Möglichkeit, in die Anlageklasse Immobilien zu investieren. Neben Sparplänen und privaten Rentenversicherungen bietet es eine weitere Möglichkeit, die eigene Geldanlage zu streuen und Vermögen aufzubauen.

Crowdinvesting in den Mittelstand

Crowdinvesting oder Crowdlending in den Mittelstand ist ebenfalls eine interessante Anlagemöglichkeit, um Vermögen aufbauen zu können. Hier finanziert ein „Schwarm“ von Anlegern Projekte von mittelständischen Unternehmen. Ein Beispiel wäre ein Unternehmen, das neue Maschinen kaufen will und über die Crowd einen Kredit erhält. Sie als Anleger erhalten für die Finanzierung des Projekts regelmäßige Zins- und Tilgungsraten.

Üblicherweise liegt auch hier das Mindestinvestment bei 100 Euro. Ein Einstieg ist also auch mit geringen Geldbeträgen möglich.

Andere Crowdlending-Plattformen konzentrieren sich auf Privatkredite, dort liegen die Einstiegshürden sogar noch niedriger. Allerdings sind solche Verbraucherkredite auch risikoreicher als Unternehmenskredite.

Geduld wird belohnt – nur nicht aufgeben

Mit den oben genannten Anlageklassen haben Sie die Möglichkeit, mit wenig Geld Vermögensaufbau zu betreiben. Das Wichtigste ist, dass Sie überhaupt anfangen. Lassen Sie sich nicht davon demotivieren, dass Sie monatlich nur wenig Geld investieren können. Viel Kleinvieh macht auch Mist und wer langfristig einen kleinen Betrag investiert, der kann sich auf einen ordentlichen Geldbetrag in der Zukunft freuen. Unsere Grafik zeigt Ihnen, wie viel Geld Sie mit verschiedenen monatlichen Sparraten ansparen können!

 

Monatliche Sparrate Ansparzeit in Jahren Verzinsung Einzahlungen gesamt in € Zinsen gesamt in € Endbetrag in € (inkl. Zinsen)
50 € 20 4 % 12.000,00 6.253,96 18.253,96
100 € 20 4 % 24.000,00 12.507,92 36.507,92
150 € 20 4 % 36.000,00 18.761,89 54.761,89
250 € 20 4 % 60.000,00 31.269,81 91.269,81
500 € 20 4 % 120.000,00 62.539,62 182.539,62

 

Geldeinlage ist einfacher als viele denken. Das Wichtigste ist, dass Sie überhaupt anfangen. Und nicht vergessen: Vermögen aufbauen lohnt sich auch mit kleinen Beträgen.

Passende Beiträge

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere