Börsentag Berlin 2017 - ein Rückblick

Börsentag Berlin 2017 - ein Rückblick

von Christian Lücke - 09.10.2017

Der Börsentag Berlin 2017 liegt hinter uns und wir haben so viele bei uns registrierte Anleger begrüßen dürfen wie nie zuvor. Bei unserer Teilnahme im letzten Jahr hieß es meist noch: „Wer sind sie? Und was machen sie?“ In diesem Jahr lautete die am häufigsten gestellte Frage: „Wann kommt denn das nächste Projekt? Ich möchte wieder investieren.“

Alle Crowdfinanzierungen an einem Messestand

Neben zahlreichen Vertretern aus der alten Bankenwelt, Plattformen für Trader, Börsenexperten und Kollegen aus dem Fintech-Sektor informierten auch wir neue Interessenten über unser Angebot. Gemeinsam mit unserer Partner-Plattform Engel & Völkers Capital betrieben wir unseren gemeinsamen Messestand, bei dem sich Privatanleger über das gesamte Spektrum aus Crowdfinanzierungen für Unternehmen und Immobilien informieren konnten.

Lob und Kritik gingen Hand in Hand

Doch auch kritische Anmerkungen trafen uns, und sie kamen nicht unerwartet. In erster Linie monierten viele Anleger, dass sie kaum noch investieren können, weil unsere Projekte so rasend schnell ausfinanziert sind. Einige gehörten zu den Anlegern der ersten Stunde und halten uns noch aus den Tagen die Treue, als die Ausfinanzierung eines Projekts noch einen vollen Monat benötigte. Inzwischen dauert es mitunter nur noch Minuten, bis Kreditbeträge in Höhe von 100.000 Euro von einigen Dutzend Privatanlegern eingesammelt sind.

Was für die kreditnehmenden Unternehmen und natürlich auch für uns als Anbieter gut ist, ist natürlich ärgerlich für viele Anleger, die investieren wollen, aber leer ausgehen. Wir sammelten so viele Anregungen wie möglich, um den Prozess zukünftig zu verbessern. Viele äußerten den Wunsch nach anderen bzw. variierenden Zeiten für neue Projektstarts. Schließlich haben sich alle interessierten Anleger den festen Startzeitpunkt um 18:30 Uhr längst eingeprägt. Oder Limitierungen, damit nicht wenige Investoren mit hohen vierstelligen Beträgen ein Projekt in so kurzer Zeit vollfinanzieren.

Wir nehmen Kritik ernst und arbeiten an Lösungen

Wir haben uns alle Anregungen notiert und arbeiten bereits an Lösungen, die diesen Prozess transparenter werden lassen. Vielen Dingen sind wir uns bereits bewusst, doch wir bitten um Verständnis dafür, dass andere Zeiten, Limitierungen oder Zuteilungen wieder an anderer Stelle Unzufriedenheit hervorrufen können. Ein Start der Finanzierungsphase um 12 Uhr mittags wird andere Arbeitnehmer treffen als jene um 18:30 Uhr, eine Limitierung kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass ein Projekt nicht vollfinanziert wird.

Wir können aber versichern, dass es keine institutionellen Großinvestoren gibt, die ein Projekt quasi durch die Hintertür vorreservieren und ausfinanzieren. Den Aufwand, den wir für die Erstellung von Projektkampagnen, für Kundensupport (auch für verärgerte Privatanleger, die nicht investieren konnten) oder auch für die Teilnahme an Messen für Privatanleger wie dem Börsentag Berlin betreiben, könnten wir uns sonst sparen.

Genau besehen, bestätigt der Unmut vieler Anleger uns sogar in unserer Arbeit. Denn offensichtlich bieten wir genau die richtige Form der Geldanlage zur richtigen Zeit an. Wir arbeiten auch weiterhin daran, ständig neue spannende Finanzierungsprojekte zum Anlegen zur Verfügung zu stellen.

Im nächsten Jahr sind wir ganz sicher wieder vor Ort und freuen uns darauf, welche Fragen und Anmerkungen uns dann gestellt werden.