Diese Woche haben wir uns mit Franziska Haeßler unterhalten, die einerseits als Head of HR unsere Personalpolitik verantwortet und andererseits als rechte Hand des Vorstands strategische Themen bei der Kapilendo AG vorantreibt.

Kapilendo: Hallo Franzi, kannst du uns kurz was über dich und deine Rolle bei der Kapilendo erzählen?

Franzi: Meine Rolle bei Kapilendo ist etwas ungewöhnlich, weil sie sich in zwei Bereiche aufteilt:

Ich verantworte als Head of HR den kompletten Bereich Personal mit allem was dazu gehört – Recruiting, Gehaltsabrechnung, Mitarbeiterentwicklung, Wissenstransfer. Ich bin also erste Anlaufstelle für alle Mitarbeiter, wenn sie Probleme oder Wünsche haben und decke auch den administrativen Bereich mit ab. Außerdem bin ich als Assistenz der Geschäftsführung die rechte Hand unserer Vorstände und unterstütze in strategischen Projektthemen. Ich schätze diese „Doppel-Position“ und möchte die Arbeit in beiden Bereichen nicht missen.

Kapilendo: Du bist ein Kapilendot der ersten Stunde, stimmt’s? Kannst du dich noch an deinen ersten Tag erinnern?

Franzi: Das stimmt! Ich bin zu Kapilendo aus einem anderen Unternehmen der Comvest Gruppe gewechselt und quasi seit der Gründung dabei. Deswegen gab es keinen „echten“ ersten Tag. Für mich fühlt sich jeder Tag wie der erste an, weil es jeden Tag etwas Neues zu lernen gibt.

Natürlich hat sich seit dem Start viel verändert – wir haben zu dritt angefangen und sind jetzt über 60 Leute, die sehr verschieden sind und trotzdem eine tolle harmonische Einheit bilden. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich die Chance hatte diese Reise einmal von Beginn an mitzumachen und wachse jeden Tag gemeinsam mit Kapilendo mit!

Kapilendo: Hast du sowas wie „normale“ Arbeitstage oder sieht jeder deiner Tage bei Kapilendo anders aus?

Franzi: Ich habe AUCH normale Arbeitstage, an denen ich meine daily To Do’s erledige. Diese sind allerdings eher die Ausnahme. An den meisten Tagen geschieht etwas Unerwartetes oder es tut sich eine neue Situation auf, an die man sich anpassen oder die man lösen muss. Das ist einer der Punkte, die ich an meiner Arbeit bei Kapilendo liebe.

Kapilendo: Wie genau würdest du unser Team in einem Satz beschreiben?

Franzi: Offen für Neues und immer mit ganzem Herzen dabei!

Kapilendo: Als Head of Human Ressources hast du natürlich das ein oder andere Vorstellungsgespräch hinter dir. Hattest du schon mal so richtig komische (verrückte) Gespräche mit Bewerbern?

Franzi: Oh ja! Jedes Bewerbungsgespräch ist ein Abenteuer, weil man auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten trifft und sich immer wieder neu auf die Bewerber einstellen muss. Man kann nicht jedes Interview gleich angehen. Manche Leute müssen eher ge-challenged oder von ihrem hohen Ross geholt werden und andere muss man einfühlsam abholen, weil die Aufregung extrem groß ist.

Manchmal wird viel gelacht und manchmal zieht sich ein Gespräch wie Kaugummi – aber es ist immer wieder spannend und inspirierend, die Motivation und die Erwartung von anderen Menschen zu erfahren.

Kapilendo: Viele Studenten würden heute aufgrund der besseren Work-Life-Balance (WLB) lieber bei jungen, kleinen Unternehmen arbeiten. Wie nimmst du diese Entwicklung wahr?

Franzi: Ich denke dass ein junges, kleines Unternehmen viel Gestaltungsspielraum und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bietet. Gerade als junger Mensch sucht man natürlich häufig genau das. Oft geht damit aber auch einher, dass man ein etwas höheres Risiko eingehen muss und sich nicht auf existierenden Strukturen oder einem Sicherheitsnetz ausruhen kann.

Die berühmte „Work-Life-Balance“ sehe ich in einem kleinen, jungen Unternehmen häufig sogar etwas weniger stark ausgeprägt als in einem Konzern. Wenn man jedoch Spaß an seiner Arbeit hat und seine Leidenschaft einfließen lassen kann, klappt das meiner Meinung nach mit der Work-Life-Balance ganz von allein.

Kapilendo: Wie schafft es Kapilendo eine ausgewogene Work-Life-Balance zu ermöglichen?

Franzi: Wir arbeiten grundsätzlich sehr flexibel und eher Performance- als Arbeitszeit-getrieben. Alle Mitarbeiter haben Vertrauensarbeitszeit und können gehen und kommen wann sie wollen, solange die Leistung stimmt und die tägliche Arbeit – inklusive der Abstimmung im Team – nicht leidet.

Kapilendo: Microsoft hat im August 2019 ein spannendes Experiment gestartet. In dem Monat „mussten“ die Mitarbeiter nur 4 Tage (bei gleichem) Gehalt arbeiten. Im Ergebnis steigerte sich die Produktivität pro Mitarbeiter um knapp 40 Prozent. Was sagst du zu diesem Ergebnis – gerade in Bezug auf die Wichtigkeit von Flexibilität?

Franzi: Das ist ein sehr spannendes Experiment. Gerade in den skandinavischen Ländern hat sich das Prinzip von weniger Arbeitsstunden am Tag bei gleichzeitig höherer Produktivität schon stark bewährt. Aus meiner Sicht gehen wir mit unserem Performance-/Leistungsorientierten Ansatz in eine ähnliche Richtung, die sich eventuell über die nächsten Jahre auch in Deutschland noch stärker durchsetzen wird.

Kapilendo: Banking genießt heutzutage – gerade in der jungen Generation – nicht mehr den Ruf von früher. Was ist deiner Meinung nach der Grund, weshalb sich gerade viele junge Menschen dazu entscheiden, Teil von Kapilendo zu werden. Am Ende des Tages machen wir doch auch Banking…

Franzi: Das Image des Bankings ist etwas angestaubt – das ist richtig. Ich denke, dafür gibt es eine Reihe an Gründen: allen voran gegangen, dass es sich auf Grund der teilweise komplexen historisch gewachsenen Strukturen hierbei um eine Branche mit wenig Perspektive – insbesondere für junge Menschen – handelt. Wir machen auch Banking, das ist ebenfalls korrekt. Aber Sinn unseres ganzen Geschäftsmodells ist es, dieses Thema anders, moderner, weniger komplex und mit einem neuen Blickwinkel anzugehen.

Wir stellen den Kunden – und nicht wie die Bank häufig das Produkt – in den Vordergrund. Ich glaube der Fakt, dass wir echte Lösungen anbieten und teilweise neu konstruieren, fasziniert und überzeugt junge Menschen Teil unserer Mission zu werden.

Ein weiterer Punkt, den ich immer wieder von ehemaligen Bewerbern und heutigen Mitarbeitern höre – und der mich ganz besonders stolz macht – ist unser Teamgefühl und der Spirit. Kapilendo ist ein Ort, wo die Leute gerne hinkommen, um gemeinsam an etwas Großem zu arbeiten.

Kapilendo: Last but not least: Arbeit ist ja bekanntlich nicht alles. Was treibst du so in deiner Freizeit?

Franzi: In meiner Freizeit tue ich gerne die verschiedensten Dinge: ich reise und wandere gerne, interessiere mich für Mode und insbesondere für die Menschen in meinem Leben. Ich verbringe viel Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie – das ist das einzige, was mich auch in stressigen Kapilendo-Phasen wieder auf den Boden holt.

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