Die Deutschen sind vorsichtig, wenn es um ihre Geldanlage geht. Das gilt nicht nur für die Art, wie hierzulande Vermögen angelegt wird, sondern auch hinsichtlich der Auswahl des Anbieters. Die klassische Bankfiliale ist für die meisten noch immer die erste Wahl. In Großbritannien und den USA ist das anders: Hier setzen immer mehr Kunden auf moderne, kostengünstige Fintechs. Die sogenannten Robo-Advisor verwalten in den Vereinigten Staaten heute bereits 631 Milliarden US-Dollar, sehr zum Vorteil Ihrer Kunden. Denn niedrige Gebühren und automatisierte Anlagen unterstützen beim langfristigen Vermögensaufbau. Doch wie sicher sind die digitalen Vermögensverwaltungen in Deutschland?

Mit Sparbuch verschenken Bürger jedes Jahr viel Geld

Nun mahnt selbst die Bundesbank die Deutschen, mehr aus ihrem Geld zu machen. Denn mit Sparbuch und Tagesgeld verschenken die Bundesbürger jedes Jahr sehr viel Geld. „Bargeld und Einlagen sind mit einem Anteil von etwa 40 Prozent die bedeutendste Anlageklasse der privaten Haushalte,“ moniert die Bundesbank. Zum Geldwertschwund sagen die Notenbänker klipp und klar: „Seit Mitte 2016 liegt die reale Rendite von Sparbüchern und Tagesgeldkonten im negativen Bereich.“

Der Vermögensaufbau lässt sich im heutigen Niedrigzinsumfeld am ehesten an der Börse erreichen. Im langjährigen Vergleich zeigen Aktien die mit Abstand höchsten Renditen. Aber diesen Schritt wagen nur sehr wenige. Bei Furcht vor Verlusten oder fehlender Zeit und Lust, sich um die eigenen Anlagen zu kümmern, lassen die meisten ihr Geld lieber auf dem Bankkonto liegen. Dabei gibt es heute eine moderne Version, wie Anleger kostengünstig und professionell ihr Geld verwalten lassen können. Digitale Vermögensverwaltungen, auch Robo-Advisor genannt, versprechen mit ihren Algorithmus-basierten Systemen automatische Empfehlungen zur Vermögensanlage zu erstellen und diese auch individuell umsetzen zu können. Doch wie sicher sind diese relativ jungen Dienste?

Obwohl die digitalen Asset-Manager viele Vorteile haben, bleibt für viele eine Sorge:

Was passiert, wenn der Robo-Advisor pleitegeht? Ist mein Geld dann weg?
Nein.

Vermögensverwalter insolvent – was nun?

Auch im Falle einer Insolvenz müssen sich Kunden seriöser Robo-Berater keine Sorgen machen. In den meisten Fällen fungieren Robo-Advisor als unabhängige Vermögensverwalter. Die tatsächlichen Vermögenswerte der Kunden verwahren diese nicht selbst, sondern eine Bank. Für jeden Kunden wird dafür ein eigenes Depot und Geldkonto auf dessen Namen eröffnet. So bleiben die Vermögenswerte zu jeder Zeit das Eigentum des Kunden. Sollte der Robo-Advisor insolvent werden, können die Kunden einfach einen anderen Verwalter oder direkt die Bank beauftragen.

Banken werden in Deutschland von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt. Trotzdem ist es nicht hundertprozentig ausgeschlossen, dass eine Bank pleitegeht. Investiert der Robo-Advisor das Geld überwiegend in Wertpapiere, wie das üblicherweise der Fall ist, können Anleger unbesorgt sein. Die Wertpapiere auf seinem Depotkonto sind rechtlich gesehen ein Sondervermögen, das von der Bank lediglich aufbewahrt wird.

Das bedeutet, dass diese auch im Insolvenzfall vollumfänglich dem Kunden gehören und nicht in die Insolvenzmasse einfließen. Sollte also der Robo-Advisor oder die Depotbank bankrottgehen, bleibt das Vermögen trotzdem dem Kunden erhalten. Für den Fall, dass der Herausgeber (Emittent) eines Fonds insolvent wird, den der Kunde im Depot hat, gilt das gleiche Prinzip: Die Anleihen und Aktien des Fonds sind ebenfalls Sondervermögen und damit im Falle einer Pleite geschützt.

Wie sicher sind Guthaben?

Für die Abwicklung von Kauf- und Verkaufsaufträgen dient ein gesondertes Verrechnungskonto zum Depot bei der Bank. Guthaben auf diesen Konten sind aufgrund der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt. Mit dem Verrechnungskonto wird ein Referenzkonto hinterlegt. Auszahlungen sind nur auf dieses Referenzkonto möglich, was grundsätzlich das Girokonto des Kunden ist. Dieses Referenzkontenmodell stellt sicher, dass keine Unbefugten Geld auf ein fremdes Konto umleiten können.

Welche Risiken hat die Geldanlage beim Robo-Advisor?

Vollkommen risikolos ist eine Investition in Wertpapiere nicht. Natürlich kann es zu Kursverlusten kommen. Über die Renditemöglichkeiten und damit verbundenen Risiken informieren seriöse Anbieter ausführlich. Die meisten Anlagemodellen basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen und langjährigen Erfahrungen. Auch Robo-Advisor können zwar die Zukunft nicht vorhersagen, unterstützen aber eine fundierte und weitestgehend rationale Geldanlage. Dazu gehört insbesondere, dass Risiken breit gestreut und weltweite Anlagechancen genutzt werden. Auf diese Weise lässt sich am besten mit einer unsicheren Zukunft umgehen.

Bewertungen zum Rendite-Risiko-Verhältnis bei Robo-Advisors

Wie erkennt man unseriöse Anbieter?

Grundsätzlich gilt hier der gesunde Menschenverstand. Werden ungewöhnlich hohe Renditen versprochen oder lange Vertragslaufzeiten verlangt, dann lassen Sie besser die Finger davon.

Ein erster Anhaltspunkt für die Seriosität des Anbieters ist die gesetzliche Einstufung, unter der die Dienstleistung angeboten wird (meist im Impressum der Internetseite leicht zu finden). Robo-Advisor sind entweder sogenannte Anlagenvermittler, die Paragraf 34f Gewerbeordnung unterliegen oder ein echter Vermögensverwalter nach Paragraf 32 Kreditwesengesetz.

Nur Vermögensverwalter nach dem Kreditwesengesetz mit einer Lizenz der BaFin dürfen in Deutschland für Privatkunden anhand des vereinbarten Vermögensverwaltungsvertrages Transaktionen eigenständig durchführen, um das Depot nach den vorgegebenen Kundenwünschen zu überwachen und bei Bedarf anzupassen. Die meisten etablierten Vermögensverwalter besitzen die offizielle Erlaubnis der BaFin, wie auch Kapilendo. Sie unterliegen damit strengeren Überwachungen und Kontrollen, als es bei reinen Finanzanlagenvermittlern der Fall ist. Demzufolge können diejenigen Robo-Advisor als noch sicherer bezeichnet werden, die eine Komplettlösung als Vermögensverwalter anbieten, da schlichtweg eine strengere Kontrolle durch die BaFin erfolgt.

Wie finde ich einen guten Robo-Advisor?

Im Wesentlichen sind bei der Auswahl zwei Punkte von Bedeutung: Zum einen die Leistung, die der Robo-Advisor in der Vergangenheit erbracht hat. Dabei sollten Anleger möglichst lange Vergleichszeiträume betrachten und darauf achten, wie sich die Portfolien in Krisenphasen verhalten haben. Eine ansehnliche Wertentwicklung hilft nicht, wenn in der nächsten Krise alles verloren wird.

Unabhängige Tests mit echten Depots wie beispielsweise der Echtgeldtest vom Brokervergleich oder Geldanlage-Digital bieten kostenlose Vergleichsmöglichkeiten.

Zum anderen sollten sich Anleger die Personen anschauen, die für die Portfoliokonstruktion und das Management verantwortlich sind. Welche Erfahrungen in der Verwaltung von Kundengeldern haben die Beteiligten? Wie wurde in Krisenphasen mit den Portfolien umgegangen? Auch ein Computerprogramm kann nur so gut sein, wie es seine Entwickler erschaffen haben. Fehlt es bei der Programmierung an Erfahrung und Verständnis für die Kapitalmärkte, kann das Ergebnis auch nicht überzeugen.

Fazit: Gute Anbieter bieten einen hohen Schutz

Wertpapieranlagen sind mit Kursschwankungen verbunden, sind aber im heutigen Niedrigzinsniveau die einfachste Art, Vermögen langfristig aufzubauen. Wer selbst den Gang an die Börse scheut, hat mit den modernen digitalen Vermögensverwaltungen eine professionelle und kostengünstige Möglichkeit, sein Geld anzulegen. Seriöse Anbieter bieten einen hohen Schutz vor Betrug und Insolvenz. Zwar treffen Robo-Advisor die Anlageentscheidung, haben aber niemals die Berechtigung, sich Zugriff auf das Vermögen der Kunden zu verschaffen. Zur Sicherheit trägt auch bei, dass die Wertpapiere von der jeweiligen Partnerbank getrennt vom Bankvermögen in einem Depot verwahrt werden.

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