Der Corona Virus lähmt die gesamte Welt und hält die Börsen in Atem. Wie geht es jetzt weiter – und wie wird die Krise zur Chance?

Der Corona-Virus hat den Börsen heftig zugesetzt. Aus Angst vor einer Rezession stürzten die Kurse ab. Panikverkäufe und Gewinnmitnahmen lösten Stopp-Loss Limite aus und beschleunigten die Abwärtsbewegung, die in eine regelrechte Panik mündete. Erst die extrem umfangreichen Maßnahmen der Zentralbanken und die finanziellen Hilfspakete der Regierungen stoppten die erste Verkaufswelle. Viele fragen sich nun: War es das schon oder fallen die Kurse weiter?

Ist jetzt der beste Zeitpunkt für einen Einstieg in den Aktienmarkt?

Gegenüber seinem Hoch Mitte Februar 2020 verlor der Dax-Index in der Spitze knapp 40 Prozent, beim S&P 500 waren es rund 30 Prozent. Seit 1960 gab es hierzulande 13 Kursrückgänge an den Aktienmärkten, die mehr als 20 Prozent vom Hoch ausmachten. Die durchschnittlichen Kursrückgänge beim Dax betrugen 39 Prozent, wofür es im Mittel 18 Monate brauchte, bis Aktien ihr Tief erreicht hatten. Wofür der Dax also in der Vergangenheit eineinhalb Jahre benötigte, hat er diesmal binnen eines Monats vollzogen.

Allerdings besteht die Hoffnung, dass sich die Kurse allmählich stabilisieren. Grund hierfür könnte das nunmehr erreichte Bewertungsniveau an den Aktienmärkten sein. Als ein verlässlicher Indikator hat sich in der Vergangenheit das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) herausgestellt. Der Buchwert ist vereinfacht gesagt das Vermögen eines Unternehmens. Liegt dieser Wert beispielsweise bei 0,8 , dann bezahlt ein Investor nur 80 Cent für jeden Euro an Vermögen, welches das Unternehmen auf der Bilanz hat. Das zukünftige Wachstum des Unternehmens bekommt der Anleger sogar noch oben drauf – eigentlich ein gutes Geschäft. So fand auch in früheren Krisen der Dax bei einem KBV von ca. eins regelmäßig seinen Boden. Auch der aktuelle Kursrückgang endete zunächst auf einem Niveau von 8.300 Punkten, was einem KBV von ca. 1 entspricht.

Die großen Vermögen werden in der Krise geschaffen

Ob wir den Tiefpunkt an den Aktienmärkten tatsächlich bereits gesehen haben, ist heute nicht seriös zu beantworten. Sollte der Corona Virus zu einer systemischen Krise führen, die mit hohen Ausfallraten bei Krediten, sprunghaft ansteigenden Arbeitslosenzahlen und problematisch hohen Staatsschulden einhergeht, dann ist ein weiterer Rücksetzer an den Börsen nicht auszuschließen. Schauen wir auf vergangene Börsencrashs, so stellen wir jedoch fest, dass die Frage nach dem absoluten Kurstief bei langfristigen Anlageentscheidungen nicht besonders relevant ist. Selbst wer in der schlimmsten Wirtschaftskrise in den 30er Jahren in den Aktienmarkt investiert hatte, konnte sich zehn Jahre später über eine Verdoppelung seines Vermögens freuen. In der letzten großen Krise, der Banken und Finanzkrise 2008, ging es schneller: Der DAX-Index erreichte rund 5 Jahre nach Ausbruch der Krise neue Höchststände.

Fazit

Die Aussage, dass große Vermögen in der Krise geschaffen werden, bedeutet nicht, dass Aktien in der Krise zu Tiefstkursen erworben werden müssen. Wichtig ist, in der Krise rational statt überhastet zu agieren. Neben den Aktienmärkten bieten insbesondere auch viele Unternehmensanleihen in der Krise sehr attraktive Opportunitäten. In einem Marktszenario, wie wir es aktuell vorfinden, lohnt es sich daher besonders, den Blick über den Tellerrand hinaus zu richten.

Gegebenenfalls zur Investition bereitstehendes Kapital sollte in Tranchen aufgeteilt und diese nach und nach investiert werden. So haben Sie Reserven, wenn die Märkte nochmals nachgeben und haben damit die Möglichkeit, noch einmal günstig nachzukaufen.

Ein unkomplizierter, kostengünstiger Einstieg in die Kapitalmärkte gelingt mit unserem Allwetter ETF-Portfolio, das auch in der aktuellen Krise mit einer im Wettbewerbsvergleich herausragenden Performance glänzen konnte. Mit unserem Allwetter ETF-Portfolio nutzen Sie einfach und bequem auf direktem Weg die Chancen, die Aktien und andere Anlageklassen aktuell bieten.

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2 Kommentare zu “Die großen Vermögen werden in der Krise geschaffen

  1. Schneider Reply

    Einfach nur schlecht Ihr Artikel! Schauen Sie bei der Kreditvergabe auch nur auf eine Kennzahl? Entwicklung S&P 500 total irrelevant? KUV dort von überdursvhnitllichen 17 auch? Charttechnik ebenfalls? Prognosen, welche 5-20% Verlust der Wirtschaftsleistung in D vorhersagen (nur 5% 2008/2009) ebenfalls nicht erwähnt? Staatsverschuldungsentwicklung? Verlauf Fallzahlen Covid? Hingegen Geldschwemme und wenige Alternativen. Naja, Qualität sieht anders aus! Aber Hauptsache was Traffic. Von mir nicht mehr bei so einem oberflächlichem Scheiß! Schuster, bleib bei Deinen Leisten!
    P.S.: Prüfung Firmen auf Corona-Stabilität und im.gleichen Atemzug ein U aus der Luftfahrtbranche bewerben. Hätte fast gelacht, wenn Ihr Kommunikationsverhalten nicht so traurig wäre.

    • Jula Kohlhaas

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir stimmen Ihnen zu, dass nicht nur eine Kennzahl zur Beurteilung der aktuellen Situation herangezogen werden kann. Natürlich hängt die weitere Entwicklung an den Börsen von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, die heute nicht seriös prognostiziert werden können. Auch wir wissen nicht, ob wir den Tiefpunkt an den Wertpapiermärkten bereits hinter uns gelassen haben. Was wir aber mit Sicherheit sagen können: Für Anleger, die einen langfristigen Vermögensaufbau verfolgen, haben sich solche Krisensituationen in der Vergangenheit immer wieder als gute Kaufzeitpunkte herausgestellt. Wie in unserem Artikel beschrieben, sollte man aktuell jedoch umsichtig agieren und Investitionen in mehreren Tranchen durchführen. Für einen weiteren Austausch stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung. Rufen Sie einfach bei uns durch.

      Viele Grüße
      Jula von Kapilendo

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