Wie kann ich Crowdlending erfolgreich für mein Unternehmen nutzen

Unsere Statistik über Branchenverteilung und wo es Zahlungsverzögerungen gibt

Bei kapilendo haben sich mittlerweile 121 Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen erfolgreich finanziert. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über die Branchenstruktur verschaffen, also aus welchen Branchen die meisten Unternehmen stammen, welche durchschnittliche Anlageklasse sie bekleiden, welche Finanzierungsart nach 3 Jahren kapilendo sehr zuverlässig läuft und auch, aus welchen Branchen unsere Projekte mit Zahlungsverzug kommen.

Noch ein Hinweis: Wir nennen an dieser Stelle keinerlei Unternehmensnamen. Wir stellen kein Unternehmen, bei dem es eine Zahlungsverzögerung gibt, an einen öffentlichen Pranger. Wir sind nicht nur eine Plattform für Anleger, sondern auch ein Finanzierungspartner für Unternehmen. Alle von möglichen Zahlungsverzögerungen bei Unternehmen betroffenen Anleger werden regelmäßig über den aktuellen Status informiert. Das geschieht per Mail und durch einen Eintrag im Portfolio im jeweiligen Projekt. 

Auf welche Branchensegmente verteilen sich die finanzierten Unternehmen?

Als erste grobe Gliederung teilen wir die Unternehmen in die drei Segmente Gewerbe – Industrie – Dienstleistungen auf. Der Dienstleistungsbereich ist am weitesten gefasst und enthält z.B. auch Finanzierungen für Unternehmen aus der Sport-, Kultur- und Unterhaltungsbranche. Dagegen sind die Bereiche Gewerbe und Industrie enger gefasst, damit dort die Branchenzugehörigkeiten nicht allzu sehr zerfasern. Manche Unternehmen erfüllen z.B. sowohl die Kriterien eines produzierenden Gewerbes als auch die eines weitgehend der Handelssparte zuzuordnenden Unternehmens. Dies trifft dann z.B. auf die bislang finanzierten Projekte aus der Textilbranche zu.

In der Sparte Lebensmittelindustrie finden sich auch Firmen, die nicht unbedingt gleich den Status eines mittelgroßen Industrieunternehmens erfüllen. Es handelt sich dann teilweise eher um Betriebe mit Manufakturcharakter, die eher Kleinserien produzieren, ihre Produkte nur regional anbieten und eventuell nicht bei Großhändlern und Supermärkten gelistet sind.

Auf das Segment Gewerbe entfallen 56 Unternehmen, auf die Industrie 24, und auf den Dienstleistungsbereich 41 Unternehmen.

Gewerbe

Die Mehrzahl unserer Projekte stammt aus dem Segment Handel, gefolgt von Handwerksbetrieben und dem produzierenden Gewerbe auf Rang 3.

Im Durchschnitt erhalten die Gewerbe-Projekte ein C-Rating. Nur 4 sind Nachrangfinanzierungen ohne Rating bzw. Anlageklasse. In Gewerbeunternehmen wurden bislang rund 7,14 Mio. Euro investiert.

Industrie

Die Mehrzahl der Industrie-Projekte stammt aus dem Segment Lebensmittelindustrie, gefolgt vom Maschinen- und Anlagenbau und der Medizintechnik.

Im Durchschnitt erhalten die Industrie-Projekte ein B-Rating. 10 sind Nachrangfinanzierungen ohne Rating bzw. Anlageklasse. In Industrieunternehmen wurden bislang rund 10,4 Mio. Euro angelegt.

Dienstleistungen

In der breiter gefassten Dienstleistungssparte stammt die Mehrzahl der Projekte aus dem Segment Technischer Support, gefolgt von Verleihfirmen (Fahrzeuge, mobiles Inventar etc.) und der Gastronomiebranche und medizinischen Dienstleistungen.

Im Durchschnitt erhalten die Dienstleistungs-Projekte ein B-Rating. 13 Projekte sind Nachrangfinanzierungen ohne Rating bzw. Anlageklasse. In Dienstleistungsunternehmen wurden bislang etwas über 15 Mio. Euro angelegt.

Wieviel Unternehmen haben sich über klassische Kredite, Nachrangdarlehen und Betriebsmittelkredite finanziert?

55 Unternehmen haben sich über klassische Kredite finanziert, 26 über Nachrangdarlehen. Weitere 39 Unternehmen sind Betriebsmittelfinanzierungen. Dabei handelt es sich ebenfalls um klassische Kreditfinanzierungen, allerdings mit maximal 12 Monaten Laufzeit, vierteljährlicher Zinszahlung und endfälliger Tilgung. Dieses Rückzahlungsmodell haben wir inzwischen auf die bei Kreditprojekten übliche vierteljährliche Zins- und Tilgungszahlung umgestellt. Das heißt: alle neu über einen klassischen Kredit finanzierten Projekte zahlen Zins und Tilgung vierteljährlich.

Die Hauptgründe für diese Umstellung sind einmal, den Unternehmen mehr Freiraum bei der vertraglichen Ausgestaltung und dem Rückzahlungszeitraum einzuräumen, um sie nicht auf diese fest definierten 12 Monate einzugrenzen. Zum anderen reduzieren wir damit das Risiko für die Anleger, die den gesamten Anlagebetrag über die gesamte Laufzeit fest anlegen mussten.

Welche Finanzierungen erweisen sich als Herausforderung?

Die kurze Laufzeit und der feste Zins auf den gesamten Anlagebetrag machte die Betriebsmittelprojekte so begehrt, dass viele Projekte innerhalb weniger Minuten, manchmal Sekunden ausfinanziert waren. Das brachte uns bereits während der Finanzierungsphasen ziemlich viel Unmut von Anlegern ein, die nicht rechtzeitig zum Zuge kamen und leer ausgingen. Uns traf der Vorwurf, wir würden Beträge vorreservieren, „Großinvestoren“ finanzierten die Beträge quasi durch die Hintertür und um den kleinen Rest durften sich unsere Anleger balgen.

Inzwischen erweisen sich einige der bei vielen Anlegern so beliebten Betriebsmittelprojekte als erneute Herausforderung, die uns wieder den Ärger unserer Anleger – diesmal natürlich der investierten – einbringen. Bis zum heutigen Tag (Stand: 07.09.2018) hätten plangemäß 15 dieser Betriebsmittelprojekte mit einem Gesamtvolumen i.H.v. 815.000 Euro vollständig getilgt sein müssen.

Bei 9 dieser 15 Projekte mit einem Volumen i.H.v. 515.000 Euro ging diese Tilgung weitgehend geräuschlos über die Bühne. In insgesamt 5 Fällen mit einem Volumen i.H.v. 275.000 Euro haben diese Unternehmen die Tilgung nicht rechtzeitig und vollständig geleistet. Die Unternehmen leisten Ratenzahlungen und müssen Verzugszinsen auf die ausstehenden Forderungsbeträge zahlen. Rund 80.000 Euro der ausstehenden Summen sind bereits bei uns eingegangen und wurden an die Anleger ausgezahlt, offen sind derzeit noch rund 195.000 Euro aus diesen 5 Projekten. Ein weiteres Unternehmen, das plangemäß inzwischen 25.000 Euro getilgt haben müsste, hat Insolvenz angemeldet. Die Unternehmen stammen aus dem Handwerk (2), dem produzierenden Gewerbe (3) und dem Dienstleistungssektor (1). Der Grund für die verzögerten Tilgungen sind Liquiditätsprobleme der Unternehmen.

Wieviel Projekte sind ausgefallen, befinden sich im Inkasso und wo lassen die Zinszahlungen auf sich warten?

Insgesamt 5 Projekte befinden sich im Status Inkasso. Darunter 3 Betriebsmittelprojekte (alle aus dem Handwerk), 1 klassischer Kredit (Handel) und 1 Nachrangdarlehen (Lebensmittelbranche). Bei 2 der 3 betroffenen Betriebsmittelprojekte ist der plangemäße Tilgungszeitpunkt zwar noch nicht erreicht worden, doch wurden die Verträge von unserer Seite gekündigt und sofort fällig gestellt. Damit hätten gewissermaßen bereits 17 Betriebsmittelprojekte vollständig getilgt sein müssen und nicht nur die plangemäßen 15, wie im oberen Abschnitt beschrieben. Bei 2 weiteren Nachrang-Projekten steht derzeit die zuletzt fällige Zinsrate aus. Bei diesen beiden Nachrangprojekten mangelt es derzeit an Liquidität, um die Zinsrate zu leisten.

Vollständig abschließen konnte unser Forderungsmanagement bis jetzt einen weiteren Inkasso-Fall eines mit einem klassischen Kredit finanzierten Unternehmens. Hier wurde der gesamte Kreditbetrag zuzüglich Verzugszinsen zurückgezahlt. Letztendlich erhielten die investierten Anleger sogar eine höhere Auszahlung durch die Verzugszinsen als sie im Falle eines problemlosen Durchlaufs des Projekts erhalten hätten. Der Ausgang dieses Inkasso-Falls ist als ausgesprochen günstig zu bewerten, doch Fakt ist: das Projekt ist über das Forderungsmanagement abgeschlossen worden, auch wenn kein dort investierter Anleger Geld verloren hat.

Projekte über den günstigen Ausgang des Forderungsprozesses abzuschließen sollte nicht die Regel sein. Allerdings wird ein vollumfänglicher Einzug aller Forderungen voraussichtlich auch nicht der Regelfall für Inkasso-Fälle werden. Bei den ausstehenden 5 Inkasso-Fällen geht unser Forderungsmanagement teilweise bereits aus der abgegebenen Bürgschaft gegen den oder die Bürgen vor bzw. steht in weiteren Verhandlungen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Diese Fälle sind also bereits in der Klärung und das investierte Geld ist noch nicht verloren.

Was bedeutet das für unsere Anleger?

  • Der Löwenanteil unserer finanzierten Projekte stammt aus dem Gewerbesektor, vor allem aus dem Handel und dem Handwerk. Hier finden sich auch die meisten Betriebsmittelfinanzierungen.
  • Die meisten Investitionsmittel sind mit knapp über 15 Mio. Euro in den Dienstleistungssektor geflossen. Hier finden sich mit 13 Projekten auch die Mehrzahl der Nachrangfinanzierungen, insbesondere aus dem Gastronomiebereich (4 Projekte).
  • Die Industrieprojekte sind gemessen an Anzahl und Finanzierungsvolumen am größten. Hier flossen 10,4 Mio. Euro in nur 24 Projekte. Mit 10 Nachrangfinanzierungen liegt die Industrie nur kanpp hinter dem Dienstleistungssektor mit 13 Nachrang-Projekten.
  • Nach 3 Jahren Plattformdasein erweist sich unser ältestes Produkt – die klassische Kreditfinanzierung – als die Anlageform, bei der nur selten das Forderungsmanagement zum Einsatz kommt. Von 55 Projekten sind bislang 6 erfolgreich abgeschlossen, 2 sind im Inkasso gelandet, wovon 1 Projekt zu 100 Prozent zzgl. Verzugszinsen vollumfänglich geklärt und abgeschlossen werden konnte. Bei keinem einzigen klassischen Kreditprojekt gibt es derzeit eine Zahlunsgverzögerung.
  • Für unser zweitältestes Produkt – die Nachrangfinanzierung – ist es nach dem Start des ersten Nachrangprojekts vor knapp 2 Jahren vielleicht noch etwas früh für eine Einschätzung. Die Mehrzahl der inzwischen 26 Nachrangprojekte wurde erst innerhalb der letzten 12 Monate finanziert und bei keinem Nachrangprojekt wurde bislang der frühestmögliche Tilgungszeitraum von 3 Jahren erreicht. Bei 2 Projekten konnte bislang bereits die Erfolgszinsschwelle von jeweils 5 Prozent erreicht werden. Bei 2 Projekten steht die letzte fällige Zinsrate aus und ein Projekt hat inzwischen Insolvenz angemeldet.
  • Unser bislang jüngstes und inzwischen in dieser Form nicht mehr angebotene Produkt – die Betriebsmittelfinanzierung (mit vierteljährlicher Zinszahlung und endfälliger Tilgung) – weist gemessen an der Zahl der Zahlungsverzögerungen zum heutigen Stand die meisten Fälle auf, bei denen das Forderungsmanagement greifen muss. Hier sind inzwischen 9 Projekte erfolgreich abgeschlossen, bei insgesamt 39 finanzierten Projekten traten bisher 3 Insolvenzanmeldungen auf und es stehen aktuell 5 Projekte im Zahlungsstatus „verzögert“. Dort wurden Ratenzahlungen vereinbart und notarielle Schuldanerkenntnisse von den Unternehmern eingeholt.
  • Wenn Sie einen Blick auf unsere Statistikseite werfen, können Sie sehen, dass von 32,8 Mio. Euro Finanzierungsvolumen bereits mehr als 4,35 Mio. Euro an die Anleger zurückgeflossen sind. Hinzu kommen knapp 760.000 Euro an Zinsen.
  • Aus verzögerten Zahlungen stehen derzeit rund 195.000 Euro aus, dieses Geld geht in Ratenzahlungen bei uns. Im Status Inkasso und damit in der Klärung befinden sich derzeit rund 740.000 Euro, der Löwenanteil entfällt dabei auf das betroffene Nachrang-Projekt.

Was soll mit diesem Beitrag deutlich werden?

Wir möchten in erster Linie auf in letzter Zeit geäußerte Kritik reagieren. Nicht ganz zu Unrecht weisen Anleger daraufhin, dass auf unserer Seite wenig von Projekten im Verzug oder Inkassoverfahren zu lesen ist, auch wenn es diese bereits gibt. Unter anderem werden derzeit bei Ratenzahlungen verspäteter Projekte diese als planmäßig weitergeführt. Das sind sie natürlich nicht. Auch wenn die Details der Rückzahlungen in den Tilgungsplänen angegeben werden, sind sie dennoch höchstens außerplanmäßig, aber eben nicht mehr planmäßig. Das ist eine technische Sache, die wir bereits bearbeiten und nicht einfach per Knopfdruck umstellen können.

Solange Angaben zu Projekten, bei denen das Forderungsmanagement greifen muss, nicht auf unserer Statistikseite in irgendeiner Form veröffentlicht sind, werden wir diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren. Es wird weitere Verzögerungen und es wird auch Ausfälle geben. Darüber sollte sich jeder Anleger immer im Klaren sein. Diversifizieren Sie Ihr Portfolio! Das Forderungsmanagement wird nicht alle Fälle zur vollsten Zufriedenheit klären können, doch wir haben z.B. mit unseren Bürgschaftsforderungen und den abgeschlossenen Ratenzahlungsvereinbarungen gute Erfahrungen bei der Eintreibung offener Forderungen gemacht.

Wir prüfen die auf unserer Plattform veröffentlichten Projekte auch weiterhin nach den hohen Standards wie bisher. Es wird sich dadurch trotzdem nicht verhindern lassen, dass Unternehmen einmal Liquiditätsprobleme bekommen und ihre Raten nicht planmäßig zahlen können. Dann tritt unser Forderungsmanagement in Aktion. 

Bei einigen Nachrangprojekten wird es dazu kommen, dass die von den Unternehmen in der Vorschau prognostizierten Zahlen nicht erreicht werden. Dann werden Zinsen nicht fließen und Tilgungen nicht geleistet werden. Bedenken Sie, diese Unternehmen finanzieren ihr Wachstum mit Nachrangkapital, nicht mit einem klassischen Kredit. Bei Nachrangfinanzierungen geben die Unternehmer keine Bürgschaft ab wie bei klassischen Kreditfinanzierungen. Im Falle eines Ausfalls stehen Nachranggläubiger in der Gläubigerstruktur ganz am Ende. Seien Sie sich dessen bewusst! Diversifizieren Sie Ihr Portfolio!

Wir müssen noch einmal ganz klar darauf verweisen, dass es Risiken bei dieser Art der Geldanlage gibt. Jeder Anleger und jede Anlegerin entscheidet selbst, ob und wieviel des eigenen Geldes angelegt wird. Diversifizieren Sie Ihr Portfolio! Nur ein einziges Mal 10.000 Euro in ein einziges Nachrangdarlehen zu investieren ist keine sinnvolle Diversifikation! Wenn Sie das tun möchten, dann ist das Ihre alleinige Entscheidung! Streuen Sie Ihr Vermögen! Nutzen Sie dafür alle zu finanzierenden Projekte und alternative Anlagemöglichkeiten. Und legen Sie nur das Geld an, auf das Sie im Falle eines Ausfalls auch verzichten können.

Beherzigen Sie diese Ratschläge, diversifizieren Sie Ihr Portfolio und wir wünschen Ihnen allzeit gute Anlageergebnisse.

Ihr kapilendo-Team

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8 Kommentare zu “Unsere Statistik über Branchenverteilung und wo es Zahlungsverzögerungen gibt

  1. Gideon Schmelich

    Diese Nachricht war überfällig ! Reicht aber nicht.
    Derzeit investiere ich in Kapilendo extrem vorsichtig.
    Wichtig wäre mir in meinem Portfolio, direkt zu meinen Projekten
    eine Auskunft, ob noch alles planmäßig läuft.
    Denn Ihr Beitrag ist eben NICHT ausreichend transparent !
    Sie nennen NICHT Ross und Reiter !

  2. Gerhard Fenzl

    Ich schließe mich meinem Vorredner an. Die Nachricht war zwar bemerkenswert, aber sie ist weit davon entfernt, auf der Webseite Transparenz über alle Projekte und deren aktuellen Status zu schaffen. Kapilendo steht offensichtlich unter gehörigem Druck, weil immer mehr Projekte „den Bach runter gehen“, jedenfalls aber nicht planmäßig verlaufen.
    Dass diese Anlageform riskant ist, weiß jeder. Ich erwarte von einer Crowd-Investment-Plattform aber, dass sie transparent informiert, auch und gerade über die Projekte, die in Schieflage sind.
    Ein Negativbeispiel erlebe ich gerade bei einer anderen Plattform, die über einen eigenen Handelsplatz verfügt: Dort werden Beteiligungen, die längst wertlos sind, immer noch gehandelt. Die Projektbeschreibungen sind völlig veraltet und geben in keiner Weise den aktuellen Stand wider.
    So weit sollte es Kapilendo nicht kommen lassen!

  3. Martin Neumann

    Bei jeder Anlage steckt ein gewisses Risiko dahinter, vor allem bei so einer hohen Rendite, wie sie bei Kapilendo zu finden ist.
    Auch in meinem Portfolio (35 Projekte) sind Unternehmen mit verspäteten Zahlungen dabei, glücklicherweise aber keine Insolvenzfälle oder ähnliches.
    Wichtig ist solche Risiken einzuplanen und das Portfolio breit zu streuen. Auch muss man nicht unbedingt in C- oder D- Ratings sowie NF Projekte investieren. Was ich damit sagen möchte, ist, dass man als Anleger das Risiko selbst auch reduzieren kann und es ein Stück weit selbst in der Hand hat. Ich vertraue weiterhin in Kapilendo und sage hier einmal Danke, das ihr das Forderungsmanagement übernehmt.
    Ich stimme aber den anderen Kommentaren zu, das Ihr mit uns Anlegern mehr kommunizieren müsst, wenn der Tilgungsplan nicht planmäßig verläuft. Eine schnelle Aktualisierung im Portfolio mit dem aktuellen Stand und Informationen sind wünschenswert.

  4. Holger Sander

    Ihre „offizielle Statistikseite“ ist nur ein kleiner Auszug, eigentlich nur „Werbung“… Transparenz ist im Geschäft der Crowd-Finanzierung aber das A&O. Deshalb sollten Ihre Programmierarbeiten diese Änderungen baldmöglichst umsetzen.

    Ihr Ansatz, dabei auch die Branchen, die betroffen Summe und die (prozentual) davon bereits trotzdem zurückgeflossene Summe sowie die Finanzierungsart (Betriebsmittel, klassischer Kredit, Nachrang) zu berücksichtigen, ist gut und sollte ebenfalls umgesetzt werden.

    Genau so sollten bei abgeschlossenen/finanzierten Projekten in der Nachschau das Finanzierungsdatum und die Laufzeit in Datumsangaben ersichtlich werden. Dies ermöglicht bestimmt die automatische Berücksichtigung über Verzögerungen in der Statistik, dem Anleger aber auch eine Rückschau, was wann und wie finanziert wurde.

    Hinzukommen muss definitiv:

    – Anzahl der Projekte im Zahlungsverzug (ggf. mit Link zu den Projekten und weiteren Einzelheiten (wie hier beschrieben) über den Sachstand für ALLE Anleger.

    – Anzahl der Projekte mit Krediteintreibung

    – Anzahl der Insolvenzen (irgendwann mit dem Hinweis auf Abschluss des Verfahrens und der Quote)

    Das alles muss nicht unbedingt grafisch erfasst werden – eine „nüchterne Tabelle“ genügt der Transparenz auch.

    Alle kennen den gesetzlichen Hinweis „der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen“. Mit der dringend gebotenen Umstellung Ihrer Statistik füllen Sie diesen Hinweis mit Leben zum mündigen Selbstentscheiden der Anleger.

    Ich bin davon überzeugt, dass Sie
    mit all dem NICHT ihre Erfolgsgeschichte torpedieren, sondern nicht nur die Transparenz und die offene und vor allem ehrliche Anlegerkommunikation fördern und auf jeden Fall den Mehrwert ihrer grundsätzlich guten Plattform erheblich steigern!

  5. Christian Lücke Post author

    Hallo Herr Schmelich,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Sofern Sie in einem Projekt investiert sind, bei dem es eine Zahlungsverzögerung gibt, sehen Sie das bereits in Ihrem Portfolio. Außerdem erhalten Sie dann eine Benachrichtigung per Mail und werden regelmäßig mit neuen Informationen zum Sachstand versorgt.

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wir verschweigen keinem investierten Anleger, dass das von ihm / ihr finanzierte Unternehmen mit den Zahlungen im Rückstand ist. Jeder investierte Anleger wird darüber informiert und kann diese Information in seinem / ihrem Portfolio nachverfolgen!

    Wir nennen auch deshalb keine Unternehmensnamen, weil wir eben nicht nur eine Anlageplattform sind, sondern gleichzeitig eine Finanzierungsplattform für mittelständische Unternehmen. Bei Unternehmen kann es immer dazu kommen, dass sich während der Finanzierungslaufzeit Umstände ergeben, die sich auf die Liquidität der Unternehmen auswirken. Befindet sich ein Unternehmen in einem zwischenzeitlichen Liquiditätsengpass, sehen wir keinen Anlass, diese Unternehmen der gesamten Öffentlichkeit als „Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten“ darzustellen.

    Damit wäre weder den investierten noch den nicht-investierten Anlegern geholfen, es würde sich nur negativ auf das (zwischenzeitlich) betroffene Unternehmen auswirken. Zum Beispiel ist das im Artikel beschriebene Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche, dass im Inkasso landete und durch unser Forderungsmanagement zu 100 % und am Ende sogar mit einer höheren Zinsquote für die darin investierten Anleger abgeschlossen werden konnte, noch immer in einer neuen Gesellschaftsform am Markt. Das Unternehmen geriet in Zahlungsschwierigkeiten, doch der Unternehmer war an einer Fortführung seines Unternehmens unbedingt interessiert. Eine dauerhafte Nennung des Unternehmens in Verbindung mit damals aufgetretenen Zahlungsschwierigkeiten auf unserer Seite wäre in diesem Fall wenig ruffördernd.

    Sollten Sie dennoch einen ausreichenden Grund sehen, warum wir diese öffentlichen Angaben vornehmen sollten, freuen wir uns auf Ihre Vorschläge.

    Viele Grüße
    Christian von kapilendo

  6. Christian Lücke Post author

    Hallo Herr Fenzl,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Nun, wir stehen nicht unter Druck und unserer Projekte gehen auch nicht den Bach runter. Vielmehr ist es bei einer Vielzahl an finanzierten Projekten nur natürlich, dass es dabei auch Projekte mit Zahlungsverzögerungen und Insolvenzfälle gibt und weiterhin geben wird. Und dass es Angaben in den persönlichen Anlegerportfolios gibt, die – zu Recht – als nicht hinreichend transparent wahrgenommen werden. Das wollten wir mit diesem Artikel transparenter machen.

    Sie schreiben selbst, dass diese Anlageform gewisse Risiken birgt, auch dies sollte mit diesem Artikel noch einmal deutlich gemacht werden. Allen Anlegern sei dringend anzuraten, ihr Geld über eine Vielzahl von Projekten zu diversifizieren.

    Ihr Negativbeispiel mit dem Handelsplatz bei einer anderen Plattform können wir zwar an dieser Stelle nicht nachvollziehen, doch steht das in keiner Weise mit unserem Geschäftsmodell in Verbindung. Wir informieren alle investierten Anleger über den jeweiligen Projektstatus per Mail und nachvollziehbar im Portfolio. Wir veröffentlichen diese Meldungen jedoch nicht für die gesamte Öffentlichkeit, weil wir keine Unternehmen an den Pranger stellen werden.

    Wir sind eben nicht nur eine Anlageplattform, sondern gleichzeitig eine Finanzierungsplattform für mittelständische Unternehmen. Bei Unternehmen kann es immer dazu kommen, dass sich während der Finanzierungslaufzeit Umstände ergeben, die sich auf die Liquidität der Unternehmen auswirken. Befindet sich ein Unternehmen in einem zwischenzeitlichen Liquiditätsengpass, sehen wir keinen Anlass, diese Unternehmen der gesamten Öffentlichkeit als „Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten“ darzustellen.

    Damit wäre weder den investierten noch den nicht-investierten Anlegern geholfen, es würde sich nur negativ auf das (zwischenzeitlich) betroffene Unternehmen auswirken. Zum Beispiel ist das im Artikel beschriebene Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche, dass im Inkasso landete und durch unser Forderungsmanagement zu 100 % und am Ende sogar mit einer höheren Zinsquote für die darin investierten Anleger abgeschlossen werden konnte, noch immer in einer neuen Gesellschaftsform am Markt. Das Unternehmen geriet in Zahlungsschwierigkeiten, doch der Unternehmer war an einer Fortführung seines Unternehmens unbedingt interessiert. Eine dauerhafte Nennung des Unternehmens in Verbindung mit damals aufgetretenen Zahlungsschwierigkeiten auf unserer Seite wäre in diesem Fall wenig ruffördernd.

    Sollten Sie dennoch einen ausreichenden Grund sehen, warum wir diese öffentlichen Angaben vornehmen sollten, freuen wir uns auf Ihre Vorschläge.

    Viele Grüße
    Christian von kapilendo

  7. Christian Lücke Post author

    Hallo Herr Neumann,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich kann jeder Anleger das Risiko der eigenen Anlage durch eine breite Streuung in viele verschiedene Projekte minimieren.

    Es kann auch vorkommen, dass Projekte mit einer hohen Anlageklasse, also AA, A oder B, in Zahlungsschwierigkeiten kommen oder diese Unternehmen sogar Insolvenz anmelden müssen. Eine hohe Anlageklasse schließt dies nicht aus!
    Die von uns geprüften Zahlen, das Geschäftsmodell, das ökonomische Umfeld und alle in den Ratingprozess einfließenden Faktoren deuten jedoch daraufhin, dass ein Ausfall bei diesen Anlageklassen weniger wahrscheinlich ist als bei Projekten mit der Anlageklasse C oder D.

    Bei verzögerten Zahlungen setzen wir den Projektstatus noch am Tag der Fälligkeit an die Anleger von „planmäßig“ auf „verzögert“. Die Nachricht an die betroffenen Anleger und die Portfolio-Aktualisierung geht in der Regel 2-3 Tage später raus bzw. online. Dieser Zeitraum ist tatsächlich für die Anleger etwas „neblig“. Häufig kann diese Benachrichtigung aber auch ausbleiben, weil die Zahlung des Unternehmens bei uns noch am Fälligkeitstag (verspätet) eingeht und dann sofort von uns angewiesen wird.

    Wenn es dann doch einmal bei der Kommunikation hakt, dann geht das natürlich auf unsere Kappe. Wir arbeiten aber immer mit Hochdruck daran, unsere Anleger auf den aktuellen Informationsstand zu bringen.

    Viele Grüße
    Christian von kapilendo

  8. Christian Lücke Post author

    Hallo Herr Sander,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Einige Ihrer angesprochenen Punkte sind sehr interessant und werden wir bei unseren Überarbeitungen berücksichtigen. Andere sind bereits in Arbeit und harren noch der abschließenden Umsetzung.

    Wie in den oben bereits veröffentlichten Antworten auf die anderen Kommentare möchten wir aber keine Unternehmensnamen nennen bzw. verlinken. Der Hintergrund ist einfach der, dass wir eben nicht nur eine Anlageplattform sind, sondern gleichzeitig eine Finanzierungsplattform für mittelständische Unternehmen. Bei Unternehmen kann es immer dazu kommen, dass sich während der Finanzierungslaufzeit Umstände ergeben, die sich auf die Liquidität der Unternehmen auswirken. Befindet sich ein Unternehmen in einem zwischenzeitlichen Liquiditätsengpass, sehen wir keinen Anlass, diese Unternehmen der gesamten Öffentlichkeit als „Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten“ darzustellen.

    Damit wäre weder den investierten noch den nicht-investierten Anlegern geholfen, es würde sich nur negativ auf das (zwischenzeitlich) betroffene Unternehmen auswirken. Zum Beispiel ist das im Artikel beschriebene Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche, dass im Inkasso landete und durch unser Forderungsmanagement zu 100 % und am Ende sogar mit einer höheren Zinsquote für die darin investierten Anleger abgeschlossen werden konnte, noch immer in einer neuen Gesellschaftsform am Markt. Das Unternehmen geriet in Zahlungsschwierigkeiten, doch der Unternehmer war an einer Fortführung seines Unternehmens unbedingt interessiert. Eine dauerhafte Nennung des Unternehmens in Verbindung mit damals aufgetretenen Zahlungsschwierigkeiten auf unserer Seite wäre in diesem Fall wenig ruffördernd.

    Sollten Sie dennoch einen ausreichenden Grund sehen, warum wir diese öffentlichen Angaben vornehmen sollten, freuen wir uns auf Ihre Vorschläge.

    Viele Grüße
    Christian von kapilendo

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