Es geht weiter mit dem nächsten #KapilendoInsights Interview. Diese Woche an der Reihe: Lars Kalwitzke. Vorstand unserer Vermögensverwaltung mit über 15 Jahren Erfahrung.

Kannst du dich und deine Rolle bei Kapilendo kurz vorstellen?

Hallo Carlos, sehr gerne. Ich bin 44 Jahre alt, seit 2007 verheiratet mit meiner Frau Nina und seit 2011 stolzer Vater unserer gemeinsamen Tochter Lina. Nach dem Abitur habe ich an der TU Berlin Bauingenieurwesen studiert. Jedoch folgte ich noch während des Hauptstudiums meiner Leidenschaft für den Kapitalmarkt und gründete zusammen mit Andreas Leckelt im Jahr 2000 unsere erste Beratungsgesellschaft.

Andreas und ich haben in unserer heutigen Funktion als Vorstand der Comvest Holding AG im Jahr 2015 Kapilendo gegründet. Bei der Kapilendo zeichne ich mich als Vorstand unserer Vermögensverwaltung für die Finanzen der Gesellschaft verantwortlich und stehe so mit meinem Vorstandskollegen Björn Siegismund im regelmäßigen Austausch zu strategischen Entwicklungen bzw. Priorisierungen, lege Budgets fest und kontrolliere diese.

Wie sieht dein Alltag — wenn es so etwas bei dir gibt — als Vorstand der Kapilendo Invest AG aus?

In meiner multifunktionalen Rolle innerhalb der Unternehmensgruppe ist mein „Alltag” sehr vielseitig, abwechslungsreich, meistens spannend aber nie langweilig.

Wie schon gesagt, kümmere ich mich um die Finanzen der einzelnen Gesellschaften. Die meiste Zeit betreue ich aber unsere Kunden in der Vermögensverwaltung. Meine Kollegen, Andreas Schmidt und Björn Siegismund, stehen mir hier stets zur Seite. Als Teamplayer pflegen wir untereinander einen engen und regelmäßigen Austausch zu unseren Kundendepots sowie den umgesetzten Anlagestrategien und diskutieren mögliche politische oder makroökonomische Einflussfaktoren sowie Themen von morgen.

Da ich privat auch in unsere Anlagelösungen investiert und täglicher Nutzer unseres echt coolen Cockpits (Aggregator aller Vermögenswerte und noch ein bisschen mehr…) bin, sitze ich auch im eigenen Interesse regelmäßig mit unserem IT-Team zusammen, um neue Funktionalitäten oder Visualisierungsoptionen für unser Kunden- Cockpit zu diskutieren.

Trotz der digitalen Transformation bleibt der persönliche Austausch innerhalb des Teams und vor allem mit unseren Kunden, ein ganz wesentlicher Bestandteil meiner täglichen Arbeit. Denn nach unserer festen Überzeugung schafft nur die Kombination aus einem tollen digitalen Kundenerlebnis und dem persönlichen Zugang zu Experten einen nachhaltigen Mehrwert beim Kunden.

Demzufolge baue ich heute keine Häuser, sondern Portfolien.

Wie kam es, dass du den Weg in ein Fintech gefunden hast? Und was macht Kapilendo deiner Meinung nach heute anders als Banken?

Ehrlich gesagt, eher zufällig und von „Fintechs“ war damals noch keine Rede. Angefangen hat es vor ca. 25 Jahren, als ich mir eines Abends zum Ziel setzte, die teils intransparenten Gesamtgebühren (Ausgabeaufschläge, Managementgebühren, Depotführungs- und Transaktionskosten etc.) meines damaligen Depots bei der Dresdner Bank genauer anzuschauen und auszurechnen. Noch am gleichen Abend war die Idee für unser erstes Startup geboren — „Eine Online-Plattform zur Vermittlung von Finanzprodukten zu stark rabattierten Konditionen“.

Auch später war meist der Bedarf unserer Kunden, unserer Unternehmen oder der Wunsch aus unserem unmittelbaren Netzwerk nach neuen, digitalen Lösungen Triebfeder für die Entwicklung weiterer Fintechs. Mit Kapilendo bieten wir nun Investoren und Unternehmern auf einer digitalen Plattform ein einheitliches und zeitgemäßes Kundenerlebnis in den Fokus-Themen Investments, Unternehmenstransaktionen und außerbörslichen Beteiligungen.

Im Vergleich zur Bank fokussiert Kapilendo viel stärker den Kundennutzen bzw. die Kundenperspektive. Durch den Einsatz neuster Technologien können wir uns schnell den sich ändernden Kundenbedürfnissen anpassen. Darüber hinaus ermöglichen unsere digitalen Prozesse eine höhere Transparenz, Schnelligkeit und Kostenersparnisse für unsere Kunden.

Du hast täglich mit einer Menge an Zahlen zu tun. Hast du persönlich eine Lieblingszahl?

Ja, die 8 — sie steht für Balance, Ausgeglichenheit und Fairness.

„Von lauter Kaffeepausen kann ich nachts nicht mehr schlafen.“ Wie sehr trifft dieses Zitat auf dich zu?

Zum Glück überhaupt nicht! Da ich seit dem Studium meinen Körper mit koffeinhaltigen Getränken trainiere, ist dieser inzwischen ein gewisses Maß an Koffein gewöhnt. Trotz der einen oder anderen Kaffeepause, die ich auch gerne zum Austausch mit Kollegen nutzte, steht der nächtlichen Ruhe somit nichts im Wege.

Du bist glücklicher Vater einer kleinen Tochter. Wie verbringst du neben der Arbeit am liebsten Zeit mit deiner Familie?

In der Regel komme ich abends etwas später nach Hause. Daher genieße ich vor allem morgens die gemeinsame Zeit, wenn ich Lina zur Schule fahre. Wenn ich es abends doch rechtzeitig nach Hause schaffe, übernehme ich gerne die Gute-Nachtgeschichte oder gehe mit Lina noch einmal das 1×1 durch.

Am Wochenende unternehmen wir als Familie sehr gerne Ausflüge in die Natur (meist in Verbindung mit einer sportlichen Aktivität) oder treffen uns mit Freunden zum Spiele- oder Grillabend. Der Familienurlaub im Winter (Skifahren) und im Sommer (meist aktiver Badeurlaub) ist jedes Jahr gesetzt.

Hat deine Familie einen Einfluss darauf wie du über Geldanlage denkst?

Absolut! Leider wird das Thema Geldanlage in der schulischen Ausbildung viel zu wenig adressiert. Daher versuche ich, meiner Tochter das Thema schon frühzeitig näher zu bringen. Da der Zinseszinseffekt bei der Geldanlage eine so bedeutende Rolle spielt, investieren wir für Lina seit Ihrer Geburt monatlich einen festen Betrag in verschiedene Investmentfonds.

Jedoch muss ich gestehen, dass Lina (8 Jahre alt) letzte Woche mit ihrer Oma ein „zinsloses“ Knax-Konto eröffnet hat und mir abends freudestrahlend und stolz von ihrem ersten eigenen Konto erzählte. Dabei besitzt sie doch schon seit Jahren ein eigenes Depot mit Investmentfonds — nur anscheinend mit weniger emotionalem Bezug. Diese strahlenden Augen meiner Tochter über ein zinsloses Knax-Konto haben mir noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, dem Thema Wertpapieranlage noch mehr Haptik und Emotionen verleihen zu müssen, damit meine Tochter eines Tages auch freudestrahlend von Ihrem Depot berichtet.

Hast du ein persönliches Vorbild (Björn zählt nicht) und wenn ja, wer und warum?

Nein, aber ich lese gerne Biographien von Unternehmern, Sportlern und Politikern und versuche aus den Erfahrungsberichten dieser Persönlichkeiten, Schlüsse für meinen eigenen persönlichen Weg als Familienmensch und Unternehmer abzuleiten. Björn schätze ich dennoch sehr!

Last but not least. Was war das Lustigste, das dir jemals bei Kapilendo je passiert ist?

Das Lustigste für meine wehrten Kollegen, war wahrscheinlich ein kleiner Aprilscherz, in den ich vor ein paar Jahren geschickt wurde. Mir wurde eine „leicht verfälschte” Adhoc Mitteilung zu einer Fondsposition untergejubelt, die ich kurz zuvor in alle Kundendepots aufgenommen hatte. Aus dieser Mitteilung ging hervor, dass der Fonds über 30% an Wert verlor, weil ein Schuldner ausgefallen war. Da die Wertstabilität unserer Kundendepots schon damals bei uns oberste Priorität genoss, versetzte mir diese Nachricht schon einen heftigen Schlag in die Magengrube… Zum Glück lösten meine lieben Kollegen die Situation relativ schnell auf, da sie das Lachen nicht länger zurückhalten konnten. Erleichtert ging ich damals zur Mittagspause, aber wenn ich mich recht erinnere, großen Appetit hatte ich an diesem Tag dennoch nicht.

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