Wussten Sie schon, dass zu den erfolgreichsten Franchisesystemen neben der Restaurantkette McDonald´s auch die Nachhilfebüros der Schülerhilfe, die Parfümerien von Douglas und die Fitnessstudiobetreiber Clever fit gehören?

Der einfache Einstieg ins Unternehmertum durch Franchising ist auch für Anleger eine interessante Möglichkeit.

Franchisesysteme gibt es bereits seit 150 Jahren. Anfang der 1920er Jahre begann sich das Konzept zunächst vermehrt in den USA auszubreiten. Heute haben Franchiseriesen wie McDonald’s, Burger King, Douglas und clever fit den Weltmarkt erobert und sind in fast jedem Land vertreten.  Auch deutsche Unternehmen setzen schon seit den siebziger Jahren auf das bewährte Geschäftsmodell. Zu den ältesten und bekanntesten deutschen Franchisekonzepten zählen die Schülerhilfe und die Bäckerei Kamps.

Die Fakten: Franchising in Deutschland

Mehr als 680.000 Menschen arbeiten in Deutschland in der Franchise-Industrie. Für das Jahr 2018 zählt der Deutsche Franchiseverband in Deutschland 993 Franchisesysteme mit mehr als 128.000 Franchisepartnern. Laut Verband setzt sich der Wachstumstrend der Branche ungebrochen fort. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet der Verband einen Anstieg der Partner um 3,6 Prozent. Der Gesamtumsatz beträgt 122,8 Milliarden Euro für 2018 und ist somit 9,4 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor.

Vorteile des Franchisesystems

Franchisesysteme bieten viele Vorteile für Unternehmer, die den Start in die Selbstständigkeit vereinfachen können. Zunächst profitieren Sie von einer etablierten Marke, die bereits zwei wichtige Erfolgsfaktoren vereint: einen hohen Wiedererkennungswert und eine große Reichweite.

3 weitere Vorteile sind:

Erfahrungen des Franchisegebers

Pizza auf einem Tisch
Die Gastronomie ist als großer Franchise-Anbieter bekannt.

Franchisepartner profitieren vom Erfahrungsaustausch mit dem Franchisegeber und werden in ein bestehendes Netzwerk mit anderen Unternehmern integriert. Sie profitieren vom branchen- und firmenspezifischen Know-how anderer Franchisenehmer und können dementsprechend angepasste und getestete Workflows in ihr eigenes Unternehmen integrieren. So sind Fehler beim Unternehmensaufbau und bei der Expansion des Filialnetzes vermeidbar. Zudem erhält jeder Franchisenehmer Zugang zu Informationen, Materialien und Unterlagen. Die Zentrale hilft dem neuen Franchiseunternehmer auch bei der Erstellung optimaler Business- & Finanzpläne. Bei einigen Franchisesystemen erhalten die Partner sogar speziell auf die Bedürfnisse in ihrem Unternehmen angepasste Trainings und Schulungen.

Mehr Zeit für das Hauptgeschäft

Bei Franchisesystemen wird in der Regel ein Teil der Aufgaben von dem Franchisegeber übernommen. Dazu zählen beispielsweise die Verhandlung von Konditionen im Einkauf, die Entwicklung einer Marketingstrategie sowie die Suche nach neuen Standorten. Durch die zentrale Verwaltung dieser Tätigkeiten wird der Franchisenehmer entlastet und kann sich auf den Verkauf und den Kundenservice im Tagesgeschäft konzentrieren.

Kosten- und Zeitersparnis beim Wareneinkauf

Viele Franchisegeber verhandeln mit Lieferanten Einkaufskonditionen für alle Franchisenehmer. Aufgrund der großen Mengen können die Einkaufskosten deutlich reduziert werden. Diese Konditionen werden an die Franchisenehmer weitergegeben und der Franchisenehmer muss keine zeitintensiven Konditionsverhandlungen führen.

4 Fragen, die Sie sich bei der Investition in Franchisesysteme stellen sollten

Möchten Sie als Privatanleger in ein Franchisesystem investieren? Sie wissen aber noch nicht, ob dies das richtige Konzept für Sie ist, können die folgenden vier Fragen bei der Investitionsentscheidung helfen:

Handelt es sich um eine bekannte Marke, die überregional vertreten ist?

Kinder lachen in die Kamera am Schultisch
Die Schülerhilfe ist eines der bekanntesten und ältesten deutschen Franchise-Systeme

Durch die Investition in bekannte Franchiseunternehmen haben Anleger Teil am Erfolg von etablierten Marken. Diese Unternehmen haben ihren Proof of Concept bereits erfolgreich durchgeführt und sich auf dem Markt etabliert. Sie zeichnen sich dadurch aus, das Konzept nicht nur in einer kleinen Region, wie einer Stadt, erfolgreich umgesetzt zu haben, sondern oft auf nationaler oder internationaler Ebene.

Wie lange ist das Unternehmen am Markt und wächst das Unternehmen nachhaltig?

Wie etabliert ein Unternehmen ist, hängt neben der Bekanntheit der Marke auch davon ab wie lange das Unternehmen bereits am Markt ist. Dies gilt auch für Franchisenehmer, die teilweise bereits seit Jahrzehnten eigene Filialen führen und ihr eigenes Filialnetz kontinuierlich ausbauen. Dabei sollte nachhaltiges Wachstum im Fokus stehen. Große Franchisenehmer, die einen signifikanten Teil der Filialen führen, sind weniger abhängig vom Erfolg einzelner Filialen.

Wer steht hinter dem Franchisesystem und wer sind die Franchisenehmer?

Erfahrung und Know-how sind wichtige Faktoren bei der erfolgreichen Entwicklung und Umsetzung von Franchisekonzepten. Dies gilt für Franchisegeber und -nehmer gleichermaßen. Beide Faktoren können die Implementierung des Konzepts positiv beeinflussen.

Sind das Geschäftsmodell und das Angebot einfach skalierbar?

Frauen beim Fitnesstraining
Auch Sportstudios betreiben Franchising

Indem das Geschäftsmodell simpel gehalten wird, ist es einfacher dieses zu skalieren und damit an verschiedenen Standorten umzusetzen. Damit wird das Risiko minimiert, dass ein Konzept wegen zu hoher Komplexität oder kleiner Zielgruppe nur an wenigen, speziellen Standorten umgesetzt werden kann. Je nach Geschäftsmodell ist es zudem besser, wenn die Geschäfte eher klein sind, damit sich die Investitionen und damit verbundene Risiken für das Unternehmen möglichst gering halten.

Nicht alles auf eine Karte setzen…

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