Die Buchhaltung der Zukunft in Unternehmen

Die Buchhaltung der Zukunft in Unternehmen

„Wie wahrscheinlich ist es, dass mein Arbeitsplatz durch einen Computer ersetzt wird?“ – diese düstere Frage geistert seit einigen Jahren durch die Medien. Die zunehmende Digitalisierung dürfte demnach zu einer Wegrationalisierung zahlreicher Arbeitsplätze und ganzer Berufszweige führen. Ganz vorn dabei: der Job des Buchhalters.

Klassische Buchhalteraufgaben: Computer, übernehmen Sie!

Der klassische Buchhaltungsangestellte ist aktuellen Studien zufolge zu 98 Prozent durch einen Computer ersetzbar. Ob es tatsächlich so schlimm für diesen klassischen Beruf des Angestelltenzeitalters kommt, wird die Zukunft zeigen. Doch ziemlich sicher ist, das Berufsbild des Buchhalters wird sich grundlegend ändern – und das muss nicht unbedingt das Schlechteste sein. Schließlich vereinfachte der zunehmende Einsatz von Computerprogrammen seit den 1970er Jahren die Tätigkeit der Buchhaltungsabteilungen, verkleinerte allerdings auch bereits seit dieser Zeit die Zahl der angestellten Buchhaltungsmitarbeiter in den Unternehmen.

Der Buchhalter der Zukunft dürfte sich eher zum anerkannten Spezialisten wandeln, und damit wegkommen vom Image des pingeligen Zahlendrehers, der im Hinterzimmer verstaubte Dokumente abheftet. Denn zukünftig werden die wenig anspruchsvollen und immer wiederkehrenden Aufgaben wie das Abtippen von IBAN- und Rechnungsnummern in Überweisungsträger sowie die penible Dateneingabe in Excel-Tabellen von Computersystemen übernommen. Dem Buchhalter bleibt mehr Zeit und Raum für analytisches Prozessdenken und die strategische Beratung der Geschäftsführung.

Vom einfachen Einspeiser von Daten zum strategischen Datenanalysten

Mit der Veränderung der Aufgaben verändert sich allerdings auch das Anforderungsprofil an künftige Buchhalter. Noch immer ist deren Sorgfalt und Verlässlichkeit gefordert, von nun an aber eher bei der Kontrolle und weniger bei der Eingabe von Daten. Hinzu kommen fundierte Prognosen und Vorschläge für Handlungsabweisungen, nicht mehr nur die Bereitstellung von Daten für den Chef. Aus dem Buchhalter wird also ein Datenanalyst.

Ein Analyst mit Kommunikationstalent. Denn schließlich wollen und sollen die Analysen auch schlüssig und überzeugend mit der Unternehmensführung geteilt werden. Dazu gehört auch ein gewisses Maß an Kreativität, bei dem es nicht mehr wie in klassischen Buchhalterwitzen darum geht, die Zahlen kreativ auszulegen und geschönt darzustellen. Sondern es geht darum, in einer dynamischen und sich rasch ändernden Geschäftswelt neue Lösungen bei neu auftretenden Herausforderungen zu finden.

Buchhalter, oder besser, Datenanalysten mit buchhalterischen Kompetenzen können mit ihren fundierten Kenntnissen über die Finanzkennzahlen des Unternehmens auf komplexe Probleme ganz neue Lösungsvorschläge finden.

Schlüsselkompetenzen machen Buchhalter zu begehrten Fachkräften der Zukunft

Zu den Schlüsselfertigkeiten eines Buchhalters der Zukunft wird gehören, sich auch mit technologischen Weiterentwicklungen zu beschäftigen, Potenziale für produktivitätssteigernde Maßnahmen zu erkennen und die analytischen Fähigkeiten auszubauen und weiterzugeben. Denn wenn es weniger von ihnen gibt, dann sind die Buchhalter der Zukunft umso gefragter als Lehrer und Vermittler ihres fundierten Wissensstamms, der sie zu begehrten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft machen wird.

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Ein Kommentar zu “Die Buchhaltung der Zukunft in Unternehmen

  1. helga

    Danke für Infos! Als strategische Datenanalyse hat unser Chaf unsere Buchhaltung führen lassen, dazu auch digitalisiert. Viel produktiver für die Budgetierung und Erfolgsplanung! Gut gefallen! Danke!

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