Ray Dalio ist nicht als Investoren Legende geboren. Mit dem von ihm entwickelten Allwetter-Ansatz hat er eine Anlagestrategie ins Leben gerufen, die unter Experten als die erfolgreichste aller Zeiten gilt.

2019: Ein gutes Jahr für Anleger?

Die Aktienmärkte rings um den Globus stehen in diesem Jahr noch im Plus. Nach dem miserablen Ende des Jahres 2018 an den Finanzmärkten machte sich Anfang 2019 Erleichterung breit. Bis heute konnten die Verluste aus dem Vorjahr bei den meisten Indizes – trotz der aktuellen Unruhen – weit mehr als ausgeglichen werden.

Anscheinend war der Ausverkauf von risikobehafteten Anlagen im letzten Jahr übertrieben. Auf der anderen Seite zeigen sich die Zinsen weiterhin niedrig, die Zentralbanken bleiben ihrer Linie die Zinsen niedrig zu halten treu und auch die globalen Schuldenberge nehmen weiter zu…

Globale Risiken bleiben ungelöst

Das Misstrauen in die diesjährigen Kurssteigerungen ist vor dem Hintergrund der weiterhin hohen politischen Unsicherheit verständlich. Beim Handelsstreit zwischen USA und China wurde kürzlich eine partielle Einigung getroffen, gelöst ist er indes noch lange nicht. Nach Großbritannien möchte man schon gar nicht mehr schauen, um nicht zu sehen, wie die dahinsiechende Johnson-Regierung eine Schlappe nach der anderen einfährt.

Es wundert angesichts der Aussichten daher auch nicht, dass die aktuelle Lage von den Unternehmen wieder deutlich schlechter eingestuft wird. Der IFO-Index, in dem das Münchner IFO-Institut rund 9.000 Unternehmenslenker befragt, zeigt bisland keine gute Entwicklung.

Was bedeutet das für Anleger?

Angesichts der beschriebenen Risiken meiden viele Anleger Aktien und haben sogar ihre Aktienquote im Zuge der Kursrückgänge im letzten Jahr verringert. Leider führen solche – oft emotional gefällte – taktischen Anlageentscheidungen zu schlechten Ergebnissen beim Vermögensaufbau. Daher bezeichnet auch Charles Ellis, Bestsellerautor und Investmentvordenker, solches Markttiming als „Verliererspiel“. Langfristig schaden Wetten auf kurzfristige Ereignisse, die nicht vorhersagbar sind, dem Erreichen der langfristigen Anlageziele. Es gibt allerdings eine Strategie, die nachweislich das Anlagerisiko senken und trotzdem gleiche Renditen wie Aktien erzielen kann. Diese Strategie heißt Diversifikation.

Sicherlich ist Ihnen die Diversifikation, also die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlagen, bereits geläufig. Was allerdings bei vielen Anlegern zu beobachten ist, ist eine einseitige Konzentration. Oft wird in „ausgewogene“ Portfolien mit 50% Aktienanteil investiert. Diese Gewichtung ist nicht per se schlecht, es ist nur eine Mogelpackung. Denn solch ein Portfolio wird zu über 90 Prozent von den Risiken der Aktien dominiert. Es ist also alles andere als „ausgewogen“ und wird sich auch entsprechend gut in positiven Aktienphasen entwickeln. Allerdings verliert es auch überproportional in Marktphasen wie Ende 2018.

Ausgewogen investieren mit dem Allwetter Portfolio

Ein ausgewogenes Portfolio kann durch kluge Diversifikation das Risiko deutlich (um bis zu zwei Drittel) senken und trotzdem die Ertragschancen von Aktien bewahren. Ur-Vater dieser Idee ist Ray Dalio, der seit fast drei Jahrzehnten nach diesem Prinzip erfolgreich Gelder anlegt. Wie dies aussehen kann, soll am Beispiel des Kapilendo Allwetter ETF-Portfolios gezeigt werden:

Die wichtigsten globalen Aktienindices verloren im letzten Quartal 2018 zwischen -13% und -17%, der Deutsche Aktienindex brachte ein Minus von 13,8%. In dieser Zeit verlor auch das Allwetter-Portfolio, allerdings nur -5,3%. Das ist nur ein Drittel der Kursrückgänge der internationalen Aktienmärkte und damit auch etwa ein Drittel weniger, als die vom Analysehaus Morningstar beobachteten Mischfonds in der Kategorie „ausgewogen“. Neben der breiten Diversifikation des Allwetter-Portfolios ist vor allem die maßvolle Gewichtung der Aktienquote Grund für das bessere Abschneiden.

„Langfristig mit Verstand, statt kurzfristiges Glück“

Das Umfeld für Anlagen an den Kapitalmärkten bietet Chancen und Risiken gleichermaßen. Wann die Chancen und wann die Risiken dominieren, kann nicht vorhergesagt werden. Daher ist ein häufiges Umschichten oder auch ein „Warten auf den richtigen Einstieg“ zum Scheitern verurteilt.

Der Allwetter-Ansatz hat in den sehr herausfordernden vergangenen Wochen erneut unter Beweis gestellt, dass es seinem Namen als geeignetes Portfolio für alle Marktphasen absolut zu recht trägt.

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